Der eigenen Wahrheit folgen

Letzte Woche war also mein Geburtstag. (Ein Stück Kuchen gefällig?)  Wieder bin ich ein Jahr älter und erfahrener geworden. So versuche ich es zu betrachten. Es gab eine Zeit, da hatte ich eine verdammte Angst vor dem Älterwerden. Jedes Jahr, das verstrich machte mich ängstlicher und führte mir vor Augen, was ich noch nicht erreicht hatte bzw. was ich noch gar nicht erreichen wollte.

In meinem Alter könnte man gut aus schon ans eigene Heim oder Kinder denken, schließlich ist die 30 mittlerweile näher, als die 20 und alles darüber wird als Risiko betrachtet. Andere in meinem Alter haben schon erfolgreich ihren Master absolviert und arbeiten wahrscheinlich schon einige Jahre in einem „Corporate Job“.

Die Angst ein Leben führen zu müssen, was sich nicht richtig anfühlt

Vor einiger Zeit noch, machten mir diese Gedanken wahnsinnigen Druck und kreierten in mir so eine enorme Angst, ein Leben führen zu „müssen“, was mir gar nicht (mehr) entspricht.

Ich hatte diesen Plan. Schon mit 10, 15 oder 17 Jahren. Abi, Studium, Job, Partner, Kinder am besten mit 25. Spätestens! Nun, dieser Plan hat sich massiv verändert bzw. den ultimativen Plan habe ich nicht mehr. Es hat sich verändert, denn mein Leben hat mir in den letzten 8 Jahren gezeigt, dass alles immer anders kommt, als man denkt.

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Wir quälen uns manchmal durchs Leben uns nehmen es viel zu ernst

Wir machen so viele Dinge in unserem Leben, weil wir gelernt haben, dass man das so machen muss. (Siehe meine Lebensplan oben). Nach dem Studium, kommt der Job, kommt der Ehemann, kommen die Kinder, kommt wieder die Karriere…

Wenn das dein tiefer Wunsch und deine Bestimmung ist, dann ist das auch genau der richtige Weg für dich. Aber viel zu oft, treffe ich Menschen, die sich eben durch Sachen quälen (Studium, den Job oder eine Partnerschaft) oder Dinge nicht tun (seinem Hobby nachgehen, sich Selbstständig machen, seiner Leidenschaft folgen) aus Angst heraus, dass dies nicht angesehen ist. Oder das sich dramatische Ereignisse ereignen, wenn man seinen eigentlichen Wunsch folgt.

Seine Wahrheit zu ignorieren hat Konsequenzen IMG-20160703-WA0005

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit. Ein Blueprint. Das gilt für die Ernährung, als auch für den gesamten Lebensstil. Und diese Wahrheit sieht für jeden Menschen anders aus. Weichen wir immer mehr von dieser Wahrheit ab, wird sich das bemerkbar machen.

In mir machte sich das in der Gesundheit bemerkbar. Ich kann gar nicht sagen, wie oft und schwer ich in meinen Praktikas krank war. Davor und danach nie wieder. Wie sehr mir ein Aushilfsjob auf die Nerven ging und mich belastete, bis mich meine Verspannungen nicht mehr nur unter dem Schulterblatt etwas zwickten, sondern manifestierten und quälten im ganzen Körper. Wie sehr mich das letzte Jahr im Studium demotivierte und mich verzweifeln lies, weil ich darin nicht aufging. Ich war regelrecht unglücklich und mein Körper zeigt mir das, in dem er „zu machte“.

Die Angst als Kompass, der Die den Weg zeigt

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Ich wusste, was ich eigentlich wollte, hatte aber Angst davor bzw. hielt mich mit den ganzen Studium und Nebenjobs (die ich eigentlich gar nicht mehr machen wollte) davon ab, meinem Herzen zu folgen.

Der andere Weg war sicher, brachte Geld und war das, was von Familie und Freunden als der optimale Lebensweg angesehen wird, machte mich aber nicht glücklich.

Der Weg meines Herzens, war weniger sicher und machte eine wahnsinnige Angst, denn wie sollte Geld reinkommen. Vor allem, hatte ich Angst, dass meine Familie denkt ich wäre ein Versager, wenn ich aus meinem Studium in „International Business Management“ nichts mache.

„Höre auf die Träume und Erwartungen deiner Eltern und Freunden zu leben & fange an darüber nachzudenken, was du wirklich möchtest.“

Irgendwann im Studium fing ich mit dem Bloggen an. Dieser Wunsch kam aus tiefsten Herzen, denn ich wollte Dich unbedingt dabei unterstützen ein besseres, gesünderes und glücklicheres Leben zu führen. Damals wusste ich noch nicht genau wie, hatte für mich selbst den Dreh noch gar nicht zu 100% raus und natürlich machte es mir –als introvertierter Mensch- eine Heidenangst mich so der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ich habe es trotzdem getan, ohne Plan, und auch wenn es lange gedauert hat.

Meine Passion kam eher zufällig zu mir. Über die Jahre habe ich dieser allerdings zu meiner Mission gemacht und darin in einen Sinn gefunden, der mich mehr erfüllt, als ein Job im Büro, um für jemand anderen zu arbeiten.

Sei stolz auf dich und lebe Dein Traumleben

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Die Angst vor der Zukunft ist manchmal schon noch präsent. Das möchte ich gar nicht abstreiten. Doch schaue ich mittlerweile etwas entspannter auf mein Leben, auf das was ich eigentlich schone erreicht habe und was ich für die Zukunft geplant habe.

„Deine Angst ist ein wunderbarer Kompass! Er zeigt Dir ziemlich genau, wohin dich dein Herz zieht. Folge ihm, denn dort liegt Dein Glück!“

Ich bin in den letzten Jahren so sehr gewachsen, wenn auch in meinem eigenen Tempo. Ich habe schwere Verluste verarbeitet und mich aus tiefen Löchern herausgehievt. Darauf bin ich verdammt stolz. Ich bin stolz mich, mit meinem Unidiplom, nicht bei renommierten Firmen zu bewerben, sondern meinen eigenen Weg zu gehen. Und so richtig stolz bin ich, dass ich heute sagen kann, dass ich meinen Weg gefunden habe, meinen Herzen folge und glücklicher bin, als je zuvor.

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Was ist Deine Wahrheit?

Ich bin der Meinung, dass Du das auch kannst! Klar, etwas Mut gehört dazu, aber letztendlich ist es gar nicht so schwer. Seiner eigenen Wahrheit zu folgen ist so viel leichter, als das Traumleben anderer zu führen und sich dadurch zu quälen. Es macht um einiges glücklicher, fühlt sich befreiter und einfach nur richtig an.

Wovor hast du Angst? Was hält dich davon ab, dass Leben zu führen, was du dir erwünschst? Was ist Dein Traum eigentlich? Was machst du unglaublich gern? Schreib es mir in die Kommentare. Es tut gut un glaublich gut, dass auszusprechen 😉

4 Gedanken zu “Der eigenen Wahrheit folgen

  1. MissRainbow schreibt:

    Hey 🙂
    Einen tollen Beitrag hast du da geschrieben! Mich hält einmal der Fakt davon ab, dass ich noch zur Schule gehe 😀 Und, dass ich meine Wahrheit noch gar nicht kenne- ich bin mir immer noch nicht 100% sicher, für was mein Herz wirklich schlägt, was ich wirklich will…
    Wenn du Lust hast, kannst du ja mal einen Beitrag darüber schreiben, wie du herausgekriegt hast, was genau deine echte Leidenschaft ist… ich würde mich freuen 🙂
    Hab noch einen tollen Tag!

  2. Maren schreibt:

    Hallo! Ein schöner Beitrag, vielen Dank! Du hast Recht, manchmal nimmt man das Leben, bzw. manche Dinge echt zu ernst. Das tut nicht gut! Man sollte Prioritäten setzen, aber dabei das Leben an sich nicht vergessen! Hast mich nochmal daran erinnert^^…momentan sind wir aber eh im Urlaub ^^, in nem 4 sterne hotel südtirol , ich glaube hier kann ich mal ganz gut abschlaten :))…also machs gut und ganz viele Grüße! Maren

  3. Larisa schreibt:

    Prioritäten setzen und sich nicht von anderen beeinflussen lassen sind die Schlüssel zu einem harmonischen Leben und Ausgeglichenheit. LG Larisa

  4. Anja Hehmann schreibt:

    Hallo! 😀 Ich kann sehr viele Deiner Gedanken nachvollziehen. Mich macht im Alltag häufig fertig, dass ständig die Zeit für alles fehlt. Mein Job macht mir total Spaß, aber Familie, Freunde, Sport … Der Tag müsste wirklich mehr Stunden haben.

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