Buch Review: Harriet Griffey – Endlich aufgeräumt | Meine Aufräumaktion | Verlosung

Ich bin ein Mensch, der gern schöne neue Sachen kauft. Früher war ich ein sehr sparsamer Mensch, heute gebe ich mein Geld leider manchmal sehr schnell aus. Dabei wechseln sich sparsame mit fast schon verschwenderischen Phasen ab. Ich glaube die geldausgebende und Dinge-anhäufende Julia nahm überhand mit diversen Schicksalsschlägen. So rein nach dem Motto: Man lebt nur ein Mal! Und vielleicht wollte ich mich manchmal auch glücklich kaufen.

Unordnung in der Wohnung

Doch um ehrlich zu sein, überfordert mich der Besitz von zu vielen Dingen sehr. Zu viele Kleider im Schrank, zu viele DVD’s im Regal und zu viel Tinnef im Keller drohen mich manchmal zu erdrücken, rauben mir glatt die Luft zum Atmen. Ich bin eine introvertierte Person, die besonders viel Information aus der Umwelt wahrnimmt. Zu viel Auswahl sorgt für Chaos in meinem Kopf und überfordert mich. Weil ich es nicht mehr ertragen konnte, stelle ich nun Stück für Stück das Haus auf den Kopf und miste aus. Außerdem habe ich aus einem Vortrag von Gretchen Rubin (Autor von The Happiness Project) entnommen, dass äußere Ordnung und „Minimalismus“ uns glücklich machen. Na dann, auf auf…

Endlich Aufgeräumt von Harriet Griffey

Harrie Griffey_Endlich aufgeräumt_coverDas Buch „Endlich aufgeräumt“ von Harriet Griffey kann einen sicherlich den Anstoß zu einer Entrümpelungskur für die Wohnung geben, doch sehe ich dieses Buch eher als guten Ratgeber dafür, alles sauber und in Ordnung in seiner Wohnung zu halten. Sie gibt Tipps von Routinen schaffen, über Ordnung in den einzelnen Räumen deiner Wohnung , bis hin zur Urlaubsplanung oder Ordnung deiner Finanzen. Viele Dinge erachte ich persönlich als sehr logisch und ertappte mich oft dabei, wie ich dachte „Warum muss man das denn erwähnen? Ist das nicht selbstverständlich?“ Aber vermutlich ist es das nicht!

Harriet Griffey_Endlich Aufgeräumt_Inhaltsverzeichnis

Dennoch konnte auch ich einige Tipps und Denkanstöße aus diesem Buch für mich mitnehmen. Denn ich gebe es zu, bei mir scheint immer alles in bester Ordnung, doch ganz heimlich häufen sich auch in meinem Küchenschrank Lebensmittel an, die ich nie verwende (Hallo, ihr tausend Smoothie-,Beeren- und Superfoods-Trockenpulver), Rechnungen und Papiere, die ich irgendwo neben den Aktenordner auf einen Stapel platziere (Macht die Steuererklärung nicht gerade einfach!) und T-Shirts im Kleiderschrank, die ich im letzten Jahr nicht EIN MAL anhatte.

Auch, wenn mir das Buch persönlich keine Liste zum „richtigen Anpacken“ einer Entrümpelungs- und Ordnungstour durchs Haus gegeben hat, entfachte es doch in mir die Motivation Stück für Stück alles in Angriff zu nehmen.

Ordnung in der Wohnung

So sah meine Entrümplungskur bisher aus

Den Computer entrümpelt. Mein geliebtes MacBook war nun doch schon sehr langsam und blieb oft stecken. Also musste alles runter. Was ich behalten wollte, kam auf eine externe Festplatte. Alles andere wurde gelöscht. Programme, die ich nie verwendete kamen auch runter.

Sperrmüll angerufen, um alte Matratzen, Bettzeug und Schreibtischstühle abholen zu lassen (Das wird meist kostenlos gemacht, wenn man es vor dir Tür stellt) Wer wollte nicht schon immer mal so ein altes Möbelstück loswerden?

Meinen Kleiderschrank durchgegangen und zirka 2 große Tüten Klamotten aussortiert

  • Einen Teil der Klamotten, die ich nie angehabt habe bei Ebay oder Kleiderkreisel verkauft
  • Andere Teile, die ich selten getragen habe und noch gut sind an Freundinnen verschenkt (die freuen sich wie Bolle)
  • Den Rest an guten Kleidern, die aber keine Freundin von mir anzieht, bei Seite gestellt
  • Den wirklichen Rest, was ich niemanden mehr andrehen wollte, weggeschmissen oder eventuell noch als Putzlappen verwendet

Sperrmüll rausgestellt und 5 Minuten später sind ein paar Flüchtlinge mit ihrem Fahrrad vorbei gefahren und schlichen interessiert um den „Müll“ herum. Ich lud sie ein mitzunehmen, was sie gerne brauchten und drückte ihnen noch eine Tüte an Klamotten in die Hand, welche ich bei Seite gestellt hatte. Ganz überschwänglich fiel mir ein, dass ich im Keller noch Rucksäcke hatte, die ich nicht mehr verwendete. Auch das bekamen sie von mir in die Hand gedrückt. Fazit: Sie waren unglaublich dankbar und ich habe mir den Weg gespart es selbst zu ihnen zu bringen. Plus, mein Karma ging bestimmt um 100 Punkte hoch!

In der Küche, alles aus dem Kühlschrank genommen und ihn gesäubert, sowie alle abgelaufenen/schlechten Lebensmittel entsorgt

Alles aus den Küchenschränken genommen und wie beim Kühlschrank verfahren. Plus, Lebensmittel, die noch nicht abgelaufen waren an Freunde verschenkt (z.B. Smoothie- oder Superfoodpulver, die sich bei mir anhäuften, weil ich sie oft gratis bekomme)

Koch- und Backbücher aussortiert (das sie einfach nicht mehr in meine persönlich Ernährungsphilosophie passen. Ich vertrage kein Gluten, dann brauche ich auch kein Brotbackbuch)

Außerdem, kaufe ich nun sparsamer ein. Ich habe früher von allem immer sehr viel gekauft. Viel Gemüse, viele Nüsse etc. So viel brauchte ich aber teilweise gar nicht. Gemüse und Obst wird schnell verderblich und ich hatte einiges immer weggeschmissen, weil ich es nicht so schnell aufbrauchen konnte. Nun kaufe ich unter der Woche lieber nach. Außerdem hab ich z.B. immer mehr Nüsse gegessen, als gut für mich war und ich eigentlich brauchte. Ich kaufe nun weniger davon und esse bewusster.

Alles in Reih und Glied - Ordnung

Wie sieht es denn bei dir aus? Hast du alles unter Kontrolle oder schleicht sich auch bei dir heimlich das Chaos ein? Wo hakt es bei dir besonders? In der Küche, im Kleiderschrank oder im Arbeitszimmer?

Bei mir sind es definitiv die Unterlagen in Ordnung zu halten. Deswegen wird nächste Woche bei mir dort Ordnung geschaffen. Dafür habe ich mir neue Ordner bestellt. 10 Stück in der gleichen Farbe. Nun wird ein System ausgetüftelt, wie ich meine Unterlagen neu anordne, abhefte und auch in Zukunft besser den Überblick behalte. Chaka!

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5 Gedanken zu “Buch Review: Harriet Griffey – Endlich aufgeräumt | Meine Aufräumaktion | Verlosung

  1. Tante Tex schreibt:

    Mich hat der Entrümpelungswahn auch gepackt. Ich gehe das ganze nach Konmari-Methode an. Also nicht raum- sondern kategorienweise und immer mit der Frage dahinter ‚Bringt mir dieser Gegenstand Freude?‘, bzw. ist er wichtig für den täglichen Bedarf. Wenn nicht, fliegt er weg. Das schöne ist, dass Marie Kondo auch gleich noch Tipps gibt, wie man platzsparender und praktischer wieder einräumt. Vielleicht hilft dir diese Variante für’s ‚richtige Anpacken‘ eher.
    Es ist toll, dass die Flüchtlinge so von deiner Aufräumaktion profitieren konnten! 🙂

    • juliajogs schreibt:

      Oh, das Buch habe ich auch schon gesehen und hatte überlegt es zu kaufen. Dann wäre das ja vielleicht jetzt eine gut Idee. Vielen Dank für deinen Tipp! 🙂

  2. MissRainbow schreibt:

    Oh Julia, die Stelle mit den Flüchtlingen hat mich wirklich gefreut. Wenn das so persönlich abläuft, weiß man immerhin, wie die Reaktion war und dass das Zeug gebraucht wird! 🙂
    Du scheinst aber schon relativ weit gekommen zu sein, beim Minimalismus! Ich bin mit meiner jetzigen Situation relativ zufrieden, doch trotzdem wird in den nächsten Tagen noch einiges ausgemistet. Wird es sicher auch noch auf meinem Blog was zu geben 🙂
    Liebe Grüße ❤

    • juliajogs schreibt:

      Ausmisten kann man wahrscheinlich immer 😉 Vielleicht ist das auch so ein Bereich im Leben, bei welchen man nie an einem Ziel angelangt. Meine Klamotten z.B. miste ich bestimmt 2x im Jahr aus und immer kommt meistens eine Tüte bei raus.

      Das mit den Flüchtlingen ist in der Tat echt toll. War richtig schön zu sehen, wie sehr sie sich freuen.

      Ich bin gespannt auf deine Ausmistaktion auf deinem Blog. Verlinke sie dann doch gern hier, sodass ich es auch ja nicht verpasse 😉

      Liebe Grüße,
      Julia

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