Oster Waffeln (glutenfrei)

Und da ist auch schon wieder Ostern. Endlich wieder ein Event im Jahr, an welchem wir ohne schlechtes Gewissen schlemmen können. Und natürlich wird da auch wieder gebacken, was das Zeug hält. Leider überstehen nicht alle die Ostersaison so gut.

Osterwaffel

Meist sind die typischen Kuchen, Waffeln und anderen süßen Leckerei voll mit Zucker und Gluten. Das ist für manch einen problematisch. Ich meine damit nicht, dass die Waage nach den Feiertagen vielleicht ein paar kleine Kilo mehr zeigt. Nein! Sondern, dass der Körper generell darunter leidet und auf die Inhaltsstoffe empfindlich reagiert.

Manchmal reagiert der Körper empfindlich auf Gluten

Dabei muss sich eine Glutensensibilität nicht immer unbedingt in einer unmittelbaren Reaktion des Magens wiederspiegeln. Manch ein Körper reagiert einfach auch so empfindlich darauf, ohne dass er gleich zur Toilette rennen muss. Bei manchen (mich eingeschlossen) zeigt sich eine Glutensensibiltät in sehr trockener und schuppiger Haut, empfindlicher und geröteter Haut, oder entzündlichen Hautunreinheiten…oder einfach alles zusammen. Und darunter leidet dann auch die Seele.

Ich habe in den letzten Monaten viel experimentiert und festgestellt, dass der Verzicht auf Gluten eine enorme Verbesserung meines Hautbildes mit sich bringt. Zucker spielt allerdings auch eine große Rolle.

Doch nicht nur am Hautbild habe ich es gemerkt.

Dadurch, dass ich weniger Kohlenhydrate zu mir nehme, als sonst (das passiert fast automatisch, wenn Brot und Co. wegfällt) habe ich auch nicht mehr so häufig Hunger, wie sonst. Dies muss nicht bei jedem der Fall sein. Manch einer fährt besser, wenn er mehr Kohlenhydrate isst.

Ein wenig habe ich es natürlich auch im Magen gemerkt. Seit dem ich so gut es geht auf Gluten und Zucker verzichte (Manchmal gibt es schon noch die Schokolade oder ein Stück Kuchen. So Willensstark bin ich dann doch nicht) habe ich kein Völlegefühl mehr. Es fühlt sich viel leichter an und ich bin morgens nicht mehr so platt nach dem Schlafen. Ich habe es vorher auch nie als komisch wahrgenommen. Das Gefühl war okay. Esse ich heute aber wieder, wie früher, merke ich es sofort. Es fühlt sich anders an. Ein leichtes unangenehmes Gefühl.

Stellt man ein mal fest, dass man ohne Gluten besser fährt, kann das ganz schön schwer sein. So ein warmes Nutella Toast ist schon was Schönes. Man kann schon ziemlich traurig werden, wenn man andere Menschen beim Essen dieser Leckereien beobachtet. Aber zum Glück gibt es super Alternativen, die einen kaum merken lassen, dass man das alles nicht essen kann.

Norweger und ihre Waffeln

Mein Freund isst unglaublich gerne Waffeln. Danach sind die Norweger einfach verrückt. Am liebsten essen sie ihre Waffeln mit ihrem braunen Karamellkäse oder Leberwurst. (Ich weiß, total merkwürdig!) So kommen Waffeln ziemlich häufig auf unseren Tisch. Da musste natürlich eine gesunde Alternative her, die meinen Freund überzeugt. (Ich sage euch, der war vielleicht skeptisch)

Waffel 3

Dieses Waffelrezept hat es ihm aber angetan. Er merkt kaum, dass es nicht seine „Originalwaffeln“ sind. Ich merke es nur, weil er nicht mehr so viele davon isst. Von den gewöhnlichen Waffeln aß er etliche. Von meinen Waffeln isst er eine. Das liegt an der Zusammensetzung. Mit wesentlich mehr Eiweiß (und auch Fett) sättigen sie viel schneller, als gewöhnliche Waffeln. Und aus meiner Sicht sind sie auch viel gesünder, da sie keinen Industriezucker enthalten, sondern nur etwas Honig.

Die Zutaten sind übrigens auch ziemlich leicht zu beschaffen. Die sollte es mittlerweile in jeden gutausgestatteten Supermarkt erhältlich sein. Selbst das Kichererbsenmehl (ich verwende das von Müller’s Mühle) und das Kokosöl.

Man kann diese Waffeln übrigens auch ganz einfach in der Paleo Diät zubereiten. Dazu einfach das Kichererbsenmehl durch Kokosmehl ersetzen.

Waffel 2

Das glutenfreie Waffelrezept

Zutaten für 4 Waffeln:

  • 3 Eier
  • 5EL Kichererbsenmehl (oder 3EL Kokosmehl)
  • 120g Cashewkerne
  • 125ml Kokosmilch
  • 3EL Kokosöl (geschmolzen) + etwas extra zum Einfetten
  • ½ TL Backpulver (glutenfrei)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Vanillepulver (ich liebe die Gewürze von Just spices)

Heiße dein Waffeleisen vor. Gebe alle Zutaten in einen Mixer bis alles gut vermischt ist. Ist dein Waffeleisen heiß streiche es mit etwas Kokosöl ein und gebe eine kleine Kelle des Teigs hinein. Verstreiche den Teig bis an den Rand und klappe das Waffeleisen zu. Ist die Waffel goldbraun, ist sie fertig und du kannst sie herausnehmen.

waffel 4

Toppen kannst du sie beliebig. Ich habe auf meine Waffeln frische Beeren gegeben oder Joghurt mit eingekochten Blutorangen. Du kannst sie natürlich auch –wie mein Freund- mit Käse und Leberwurst essen. Ungesüßter Apfelmus geht auch immer 😉

Und jetzt bist du dran! Genieße Ostern ohne dich schwer und voll zu fühlen und überrasche deine Familie mit meinen leckeren Waffeln. Ich verspreche dir, sie werden sie lieben. Ich freue mich auf dein Kommentar 🙂 Und ich bin natürlich auch ganz neugierig, was du so gern auf deiner Waffeln isst.

7 Gedanken zu “Oster Waffeln (glutenfrei)

  1. Ilayda schreibt:

    Klingt ja sehr lecker 😀 kommt genau richtig, ich halte morgen in der Schule ein wichtiges Referat über Lebensmittelallergien, und gehe dabei auch auf Unverträglichkeiten ein, dieses Rezept wird mir sicher helfen, Fragen zu beantworten, vielleicht mache ich die sogar nach nächste Woche 🙂

    • juliajogs schreibt:

      Oh super 🙂 Ich hoffe deine Präsentation wird/war ein Hit. Ich drücke dir auf jeden Fall beide Daumen. Liebe Grüße!

  2. Lieschen Müller schreibt:

    Hallo Julia,

    hmm, das klingt lecker. Kichererbsen und Kokosmehl ist nicht so ganz mein Favorit, aber da kann man doch bestimmt auch Mandelmehl nehmen, oder? Außerdem liebe ich Cashewkerne.

    Lieben Gruß,
    das Lieschen

    • juliajogs schreibt:

      Mit Mandelmehl kenne ich mich leider nicht ganz so gut aus, weil es mir meist zu teuer ist. Am besten probierst du mal aus, wie viel du von der Menge her benötigst, damit du einen geschmeidigen Teig bekommst. Aber an sich glaube ich schon, dass du das Kichererbsenmehl ganz einfach durch Mandelmehl ersetzen kannst, nur vielleicht nicht 1:1. Ich würde mich freuen, wenn du deine Erfahrung mit Mandelmehl in dem Rezept mit uns teilst 🙂 Ganz liebe Grüße, Julia

      • Lieschen Müller schreibt:

        Hallo,

        ich hab das Rezept heute endlich mal ausprobiert. Mittlerweile weiß ich auch, dass Mandelmehl nicht das gleiche ist wie gemahlene Mandeln…
        Ich habe 100g gemahlene Mandeln genommen und es war mega-lecker. Passte richtig gut nach unserer Jogging-Runde und zu dem schönen Wetter heute. Wir hatten saure Kirschen dazu 🙂

        Vielen Dank nochmal für das Rezept,
        Das Lieschen

      • juliajogs schreibt:

        Das freut mich total 🙂 Mit gemahlenen Mandeln klingt hervorragend. Du hast es also anstatt des Kichererbsenmehl/Kokosmehls genommen?

        P.S. Mein Freund drängt mich auch mal wieder Waffeln zu machen. Wir hatten seit Ostern keine mehr. Dramatisch! Da scheint gleich die Welt unterzugehen 😉

      • Lieschen Müller schreibt:

        Ganz genau, ich habe Kichererbsen Mehl durch die gemahlenen Mandeln ersetzt. Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie sehr die Cashewkerne im Original durchkommen. Bei der Alternative schmeckt man die Mandeln eher raus. Ich mochte das sehr gerne. 😍 Und werde es wieder machen. Die Waffeln hatten eine 1A Konsistenz. 😊
        Liebe Grüße!

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