Was bedeutet gesunde Ernährung für mich?

Heute soll es mal darum gehen, warum ich mich so ernähre, wie ich mich nun mal ernähre, nämlich ziemlich gesund und das es gar nicht so schwer ist, wie viele glauben. Ich habe viele Freunde, Verwandte und Bekannte, die sich gesünder ernähren wollen, es aber nicht wissen, wie sie an die Sache rangehen sollen oder gar beginnen, aber es am Ende nicht durchziehen können.

„Julia, wo fang ich denn an? Ich weiß gar nicht, was ich essen soll, wenn es um gesundes Essen geht.“

„Aber es ist so anstrengend die ganze Zeit darauf zu achten, was man isst. Und fad und langweilig ist es doch auch, oder? Die ganze Zeit auf alles „Gute“ zu verzichten?! Das will ich nicht.“

Das sind Sätze, die ich dann zu hören bekomme. Dabei ist es so einfach und auch soooo verdammt lecker!

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Vor kurzen unterhielt ich mich mit Lucy vom Blog „Fit girls I met and liked“. Sie sagte etwas, dem ich eigentlich nur zustimmen kann: „Julia, gesundes (und auch veganes) Essen ist so viel abwechslungsreicher.“ Viele Leute denken, dass man auf vieles verzichten muss und viele Einschränkungen hat und ja, das Essen auch langweilig und eintönig ist. Aber wer das denkt liegt extrem falsch. Lucy und ich haben festgestellt, dass uns sich eine ganze neue und vielfältige Welt der Ernährung eröffnet hat, seit dem wir mehr auf gesunde Ernährung achten und vielleicht auch mal mehr oder weniger vegan leben. Wir haben so viel Neues entdeckt, was viele meistens gar nicht kennen. Es fängt in meiner Familie an. Standardobst sind Bananen und Äpfel. Wenn ich mal sage, ich liebe momentan Feigen wird man schon fragend angeschaut. Nichts gegen Bananen und Äpfel, aber wenn man sich auf das „Standardobst“ beschränkt, kann gesunde Ernährung schon echt langweilig sein. Warum nicht mal was Neues ausprobieren? Die Welt der natürlichen Nahrungsmittel ist vielfältig, bunt und schmeckt sehr gut. Warum also nicht mal die Feigen oder den Kürbis kaufen und einfach mal etwas „verrücktes“ im Herbst ausprobieren 😀 Es gibt so vieles zu entdecken: Ich entdeckte sogar kürzlich auch wieder etwas ganz neues: Kiwi Beeren. Noch nie gesehen. Doch plötzlich lagen sie da vor mir und ich musste sie einfach kaufen. So niedliche kleine Dinger, die etwas aussehen wie eine Stachelbeere, aber wenn man sie aufschneidet an eine Mini-Kiwi erinnert. So macht Essen Spaß und munden tut es auch noch 😉 So viel dazu, dass gesunde Ernährung echt nicht langweilig und fad ist. Die Beispiele sind endlos. Man muss sich nur damit etwas beschäftigen und es eröffnen sich dir ganz neue Welten.

Doch warum erscheint uns eine lebenslange gesunde Ernährung als anstrengend und nicht durchzuhalten? Warum fällt es vielen schwer das umzusetzen? Die Antwort ist klar! Wir müssen in unserem Alltag Abermillionen Entscheidungen treffen. Meistens bemerken wir das nur kaum, weil viele Entscheidungen zu Gewohnheiten geworden sind. Wir denken nicht lange darüber nach. Zähne putzen ja oder nein? Natürlich machen wir es! Weil wir es so gelernt haben und weil wir wissen, dass wir so unsere Zähne gesund halten können. Nun überlegen wir aber nicht, ob Zähneputzen gut oder schlecht für uns ist, denn es ist klar und wir putzen sie einfach! So ähnlich ist es auch mit dem Essen. Meistens entscheiden wir spontan, ohne lange zu überlegen. Meistens haben wir uns aber nicht damit auseinandergesetzt, was gut und gesund ist, sondern folgen unserem Hunger. Oder wir haben es nie gelernt oder uns damit auseinandergesetzt, weil es zu „anstrengend“ ist. Wir müssen doch so schon etliche Entscheidungen am Tag treffen, da soll Essen ja nicht zum Entscheidungskrampf werden, oder? Aber ich glaube wirklich, dass sich die Auseinandersetzung lohnt: Für euch! Euren Körper! Eure Seele! Natürlich wird es erst mal anstrengend und zeitintensiver sein, sich gesünder zu ernähren. Weil es etwas Neues für uns ist. Nun stehen wir vor der Entscheidung, ob die Currywurst oder die gesunde Gemüsepfanne oder den Salat. Am Anfang kann man ganz schön mit sich ringen. Doch irgendwann hat man es verinnerlicht und die Entscheidungen fallen ganz automatisch. Das kann ich versprechen! Und ich glaube daran. Man sagt, man braucht ca. 30 Tage, um neue Gewohnheiten aufzubauen. Bis man sicher aber eine neue Gewohnheit aufgebaut hat, wird man viel mit sich ringen und zweifeln. Doch hier heißt es durchzuhalten und sich seine Motive und Ziele vor Augen zu halten, den ohne diese geht gar nichts und man verlässt den neueingeschlagenen Weg wieder ganz schnell. Denn wir wollen doch den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Wir sind bequem. Wir sind faul. Wir handeln aus Gewohnheiten und so lange neue Gewohnheiten noch nicht „eingebürgert“ sind, fallen wir in alte Muster zurück. Dann essen wir halt wieder den Burger von der nächsten Fast-Food-Kette, weil das jetzt einfach schnell geht. Bereiten wir uns aber gut vor und setzten uns für diesen Zeitraum der „Umgewöhnung“ intensiv damit DSC_0030auseinander, können wir wirklich neue Gewohnheiten aufbauen und müssen irgendwann nicht mehr darüber nachdenken, was gut für uns ist. Für mich stehen solche Entscheidung mittlerweile außer Frage. Ich wähle aus Gewohnheit die gesunde Variante und es macht unglaublich Spaß neues zu entdecken und auszuprobieren. Gesundes Essen ist kein Krampf, sondern gehört zu meiner Lebenseinstellung, welche sich mit allen anderen Bereichen meines Lebens im Einklang befindet (Bewegung, Familie, Freunde, Liebe, einfach Leben). Haben wir erst einmal diese neue Gewohnheiten aufgebaut, merken wir, wie gut sie uns tun und was für positive Effekte sie bringen. Klar, dass sich der Körper positiv verändert ist ein netter Nebeneffekt. Aber ganz ehrlich, ich ernähre mich nicht (vorwiegend) so aus ästhetischen Gründen, sondern weil ich merke, wie gut es mir damit geht! Ich habe viel mehr Energie, fühle mich kraftvoller und wohler in meiner Haut. Mein Leben ist einfach beschwingter.

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Diese Effekte kann man schon nach wenigen Tagen erfahren. Doch ganz klar wird es erst (wurde es mir), wenn man für ein paar Tage wieder in die alten Essgewohnheiten zurück fällt. Ein Woche bei Mama mit Brötchen, Marmelade, Käse, Nutella und what ever zum Frühstück, Kuchen zum Kaffee und das Schnitzel mit Kartoffel und Blumenkohl zum Abendbrot…das macht träge. Nicht nur meine Verdauung, sondern auch meinen ganzen Körper. Auf einmal bin ich schlapp und müde, könnte den ganzen Tag schlafen und nach dem Wochenende fühle ich mich auch nicht mehr so wohl in meiner Haut. Klar gibt es auch viel Obst und Gemüse, aber die Ernährungsform an sich ist trotzdem komplett anders. Ich esse eigentlich keine Backwaren mehr. Gemüse und Obst sind Hauptbestandteil meiner Mahlzeiten. Und am Nachmittag gibt’s nen Smoothie anstatt dem Stück Kuchen. Für mich sind das keine Einschränkungen oder etwas auf was ich verzichte. Ab und zu esse ich auch den Kuchen oder mal das Brötchen mit Marmelade, aber ich esse es nicht mehr jeden Tag. Für mich ist „meine“ gesunde Ernährungsweise einfach ein Lifestyle, an den ich glaube und den ich nicht missen möchte, denn ich möchte mich nie wieder energielos und schlapp fühlen. Deswegen bin ich so überzeugt, von einer pflanzenbasierenden Vollwertkost (plantbased and whole food). Aber ganz ohne Zwang, ohne Verbote! Denn Essen soll kein Krampf sein (Das man es auch übertreiben kann, zeigt Gesine Kühne in ihrem Beitrag fürs Deutschlandradio). Daher denke ich, dass es nicht die eine Ernährungsform gibt. Jeder soll ausprobieren und schauen, was für ihn funktioniert. Unsere Körper sind verschieden und reagieren auf bestimmte Lebensmittel unterschiedlich. Und ich entdecke für mich selbst immer wieder etwas neues. Dennoch glaube ich, dass manche Lebensmittel den gleichen Effekt auf uns haben und das stelle ich mir bildlich vor.

Klar, wir können den Burger mit Pommes von der nächstbesten Fast-Food-Kette nehmen. Doch, was liefert uns diese Mahlzeit? Sicher liefert sie uns die wesentlichen Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße). Sicher liefern uns diese Makronährstoffe Energie…und davon noch nicht mal wenig! Doch was ist mit anderen Stoffen, die unserer Körper braucht? Was ist mit Vitaminen und Mineralstoffen? Ich glaube ihr könnt mir hier zustimmen, dass wir nicht so viele davon darin finden werden.

Esse ich den Burger mit Pommes oder die Tütensuppe aus dem Supermarkt und das andauernd, gebe ich meinem Körper Energie. Doch versucht er sich vergeblich andere Inhaltsstoffe daraus zu ziehen. Inhaltsstoffe, die meine Haare glänzen und meine Haut strahlen lässt. Inhaltsstoffe, die mein Körper gut verwerten kann und die mich auf Dauer mit „Leben“ versorgen und meinen Körper vor freien Radikalen schützen. Ernähre ich mich hauptsächlich so, stelle ich mir vor, wie meine Haare immer stumpfer werden, wie die Haut faltig und schrumpelig wird. Vielleicht nicht sofort und vielleicht auch nicht in den nächsten 5 Jahren. Besonders im jungen Alter kann unser Körper noch relativ viel zurückstecken. Aber es wird ihm immer schwerer fallen sich (und die Schäden, die WIR ihm zufügen) zu erholen. Und ich glaube fest daran, dass man den Unterschied sehen kann, stellst du eine sich gesundernährende Person und eine sich von Fast Food ernährende Person im selben Alter nebeneinander. Denn was ich mir vorstelle, was passiert wenn man nicht- (bzw. minimal) prozessierte Vollwertkost zu sich nimmt, ist das sich unser Körper alle möglichen Vitamine und Mineralstoffe (Antioxidantien, welche uns vor freien Radikalen schützen) aus diesen Lebensmitteln zieht. Mit „diesen Lebensmitteln“ meine ich Obst und Gemüse, aber auch Vollkornprodukte. Diese werden durch unseren Körper transportiert, verarbeitet, umgewandelt und genau dahin geschickt, wo sie gebraucht werden. Diese kleinen Helfer sind es, die unsere Haut zum strahlen bringen, sie aufpolstern, sodass sie schön prall und frisch aussieht. Die unsere Haare glänzen lassen und uns vor schädliche Umwelteinflüsse schützen. Das genau passiert, wenn wir viel und hauptsächlich vollwertige Kost essen. Und wem es dann auch noch um Kalorien geht, dem sei versichert, dass man genau auch mit diesen Nahrungsmitteln schlank bleiben kann. Hier einfach mal beispielhaft, was uns eine rote Paprika und Heidelbeeren an wichtigen Antioxidantien liefern können. Sie sind vollgepackt mit vielen und hochleistungsfähigen Stoffen 😉 und dazu noch „Schlankmacher“.

Wenn ich mir meine Ernährung so vorstelle, stellt sich mir nun wirklich nicht mehr die Frage, was ich als nächstes essen soll. Mir ist diese Ernährungsform in Fleisch und Blut übergegangen…und manchmal schlage ich über die Stränge mit dem Kuchen, der Schokolade oder den Keksen, weil einfach ein fest mit der Familie ansteht oder mit Freunden. Und auch dann esse ich mit Genuss und ohne Reue, denn das heißt „Leben“!

7 Gedanken zu “Was bedeutet gesunde Ernährung für mich?

  1. lilily17 schreibt:

    Was für ein schöner Post. bei mir ist gesunde Ernährung noch lange nicht selbstverständlich und ich werde wahrscheinlich auch immer gerne zu Mc Donalds gehen, aber ich ahb mich schon sooooo gebessert 🙂

    • juliajogs schreibt:

      Es soll ja auch keine Verboten geben 😉 Vielleicht würde ich sogar auch ab und zu Mc Donalds gehen, aber ich weiß, dass ich das Essen dort überhaupt nicht vertrage. Mein Körper (bzw. Magen) schlägt bei solchem Essen sofort an. Eigentlich generell, wenn das Essen aus Großküchen kommt. Das zeigt mir, dass da irgendwas drin sein muss, was absolut nicht gut für uns ist. Sonst habe ich nie Probleme. Aber je mehr wir gesundes Essen in unserem Leben einbringen, desto besser…Jeder muss seine Ernährungsform finden und damit glücklich leben können 🙂

  2. steffi schreibt:

    Ich bin durch Zufall mal wieder auf deiner Seite und entdecke gleich einen so tollen & motivierenden Artikel! Aus meiner Sicht lebe ich nicht sonderbar gesund, aus der Sicht der anderen schon. Heute Mittag hatte ich Chiapudding mit Mango + Apfel. Erschreckend dass wirklich niemand vorher von Chia gehört hat… geschweige denn von Leinsamen. „Hirse? Nach was soll das denn schmecken?“ Da müsen wir noch ein bisschen an der Aufklärung arbeiten. Bleib bei deiner großartigen Ernährung und erzähle uns weiterhin viel aus deinem Leben! Ich freue mich jedes Mal aufs Neue! 🙂

    • juliajogs schreibt:

      Danke Steffi für deine lieben und motivierenden Worte 🙂 Es freut mich, dass mein Post bei euch so gut ankommt 🙂

  3. Annnika schreibt:

    Hey Julia , war schon lange auf der Suche nach dem perfekten Fitness/Ernährung Blog und hab ihn hier gefunden ! Hab alleine heute schon eine stunde damit verbracht deine Blogposts durchzulesen und Rezepte auszuprobieren ! Toller Blog ! Weiter so !😊👍

  4. Crosstrainer schreibt:

    Hi Julia,
    sehr guter und motivierender Artikel, auch mir ist diese Ernährungsform in Blut und Fleisch übergegangen und ich überlege nicht mehr was ich essen darf, sondern was ich essen will !

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