Über Hochglanzmagazine, Klatschblätter, Ideale und Vorbilder

DSC_0208Mein letzter Tag in Australien ist nun angebrochen. Nach Melbourne hatte ich noch ein wenig Zeit andere Ecken des Landes zu erkunden und befinde mich nun an der Gold Coast bevor mein Flieger in ein paar Stunden von Brisbane Richtung Singapur anheben wird. Ich wohne hier bei Donna, die ein Zimmer in ihrem Haus vermietet. Ich kann euch so was nur empfehlen, falls ihr mal keine Lust auf die typischen Hostels habt. So lernt ihr die Leute des Landes kennen und könnt so eine anonyme Massenabfertigung vermeiden, was zur Abwechslung mal ganz angenehm ist. Schaut doch einfach bei Airbnb.de rein!

Diesen Artikel möchte ich zum Anlass nehmen, um ein wenig über Hochglanz- und Klatschmagazine zu diskutieren. Ich konnte bei Donna beobachten, wie sie mit einer Freundin über einem Magazin gebeugt über die angeblichen Falten von der „Duchess of Cambridge” Kate redeten. Da kam ich ins Grübeln! Ich habe solche Magazine früher auch gerne gelesen und hab mich wieso sehr viel darüber informiert, was die Stars und Sternchen gerade so machen und vor allem, wie sie aussehen. Natürlich wollte ich auch so aussehen, wie all diese Schönheiten, welche in den Magazinen abgelichtet waren. Doch irgendwann hab ich beschlossen solche Zeitschriften nicht mehr zu kaufen. Sie haben mein Bild über mich selbst und meine Ideale sehr beeinflusst…in einem eher negativen Sinne. Je mehr wir solche Bilder von den angeblich perfekten Filmstars und Models sehen, desto mehr nehmen wir diese als Ideale wahr. Wir wollen genauso aussehen und sein wie sie. Unsere Selbstwahrnehmung kann dadurch enorm beeinträchtigt werden. Wir streben einen perfekten makellosen Körper an…entwickeln eventuell Neid auf deren perfektes Leben und deren makellosen Körper. Und ja, wir freuen uns, wenn wir Fotos sehen, auf denen sie ungeschminkt und mit Cellulite abgelichtet sind. Ist das noch normal? Wir scheinen des Öfteren zu vergessen, dass das alles nur Schein ist. Es sind ganz normale Menschen, wie du und ich! Nur das ihr Job darin besteht gut auszusehen und damit verdienen sie teilweise ein Haufen Kohle und können sich allen möglichen Schnickschnack leisten.

Bedeutet das, dass sie deswegen glücklicher sind, als wir?

Nein! Wir bekommen eine Scheinwelt vorgelogen. Und eigentlich könnte es uns doch ganz egal sein, wie sie aussehen, was sie machen und was sie alles besitzeb. Wir sollten uns nicht vergleichen und schon gar nicht mit Fotos in Hochglanzmagazinen, welche Fotos von Models zeigen, welche auch nur bearbeitet wurden. Hier mal ein kurzes Video zu dem Thema, was Photoshop alles machen kann:

Niemand ist perfekt! Und wir sollten stark darüber nachdenken wer unser Vorbild sein sollte und wer nicht. Ich denke, dass Stars eher weniger dafür geeignet sind. Wie gesagt, wir bekommen nur den Schein des Perfekten zu sehen. Seitdem ich solche Magazine nicht mehr kaufe und lese, hat sich mein Selbstbild geändert. Ich würde behaupten, dass es mir ohne diese Magazine wesentlich besser geht. Es ist mir mittlerweile egal, was Stars und Sternchen so treiben und vor allem, wie sie ausschauen. Über die letzten Jahre hab ich mich selbst angenommen und akzeptiert, dass ich nun mal so aussehe, wie ich aussehe und das ich nicht nach Perfektion streben möchte (was zumal eh unmöglich ist). Es hört sich vielleicht seltsam an, aber ich merke, dass ich mich so viel freier fühle bzw. der Druck unbedingt an die Ideale der Magazine ranzukommen verschwunden ist. Das merke ich jetzt, wo ich andere dabei beobachte, wie sie über Personen des öffentlichen Lebens reden. Es ist mir egal! Ich bin glücklich mit mir und meinem Leben. Meine Ideale und Vorbilder suche ich mir lieber in meinem näheren Umfeld. Meine Oma zum Beispiel ist eine unglaublich starke Frau, welche viele Rückschläge wegstecken musste. Und sie lebt trotzdem ihr Leben und das sehr glücklich. Das ist etwas was ich anstrebe…den Kopf immer hochzuhalten und positiv durchs Leben zu gehen und -am wichtugsten- an mich selbst zu glauben. Da ist wenig Platz für Neid auf das Leben anderer (welches eh nicht greifbar ist) und Selbstzweifel, welche meistens durch unnötiges Vergleichen mit anderen provoziert wird. Früher war mein Leben in vielen Teilen dadurch negativer, wegen eben dieser negativen Gedanken. Aber wenn man die Gedanken an diese Scheinwelt abschütteln kann und man lernt positiv zu denken, dann hilft das um ein Stück glücklicher zu werden 🙂

Think positive and positive things will happen!

Ein Gedanke zu “Über Hochglanzmagazine, Klatschblätter, Ideale und Vorbilder

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