Bikram Yoga – Way too hot for me

Ich liebe Yoga und vermisse es extrem hier in Australien. Die Wege sind so weit und die Kurse zu teuer für mich. Ich versuche es jeden Abend in meinem Zimmer zu praktizieren, jedoch ist es so viel besser eine angeführte Klasse zu besuchen. Wer kennt das nicht?

Also habe ich mir eine Freundin gesucht, welche genauso yogabegeistert ist wie ich. Sie überzeugt mich Bikram Yoga auszuprobieren und gestern haben wir es dann getan 🙂

Es war anders als ich es von Yoga kenne. Ich hielt nicht viel davon, aber ich war doch sehr neugierig darauf es auszuprobieren.

Was ist Bikram Yoga?

Es ist eine Yogaart, welche in einem sehr heißen Raum (ca. 40° C) praktiziert wird. Eine „Original“ Bikram Yoga Klasse dauert 90 Minuten, in welcher immer die gleichen 26 Positionen ausgeführt werden. Der Yogalehrer hat die Übungen nicht selbst ausgeführt, sondern hat den Kurs nur angeleitet. Neulinge werden deshalb auch in die hinteren Reihen gesteckt, damit sie alles beobachten können. Zusätzlich zu den 26 Positionen wurden noch zwei Atemübungen durchgeführt.

Meine „Experience“

Sobald ich den Raum betrat, fing ich an zu schwitzen. Ich konnte mir kaum vorstellen mich bei dieser Hitze auch noch zu bewegen.  Und es war im Nachhinein auch unglaublich anstrengend. Nicht die Übungen an sich, aber die Hitze. Ab und an musste ich aussetzen. Mein Kopf fühlte sich komisch an und ich hatte das Gefühl kaum atmen zu können. Ich glaube, dass ich in meinem Leben noch nie so viel geschwitzt habe, wie in diesen 90 Minuten. Ganz im Ernst ich war komplett nass und sah aus, als wäre ich gerade aus der Dusche gekommen. Nur fühlte es sich nicht so an.

Was mich auch sehr störte, waren die schnellen Worte des Lehrers. Er sprech ziemlich schnell („Just push. Push. Deeper. Push. Push. Push. Relieve“). Mir teilweise etwas zu schnell, da es keine Ruhe ausstrahlte. Ist auch klar, warum er die Übungen nicht mitmacht. Schein bei der Hitze einfach unmöglich. Reden und Yoga gleichzeitig? Undenkbar! 😀

Es gab viele „passionate“ Leute, die wie verrückt abgegangen sind. Einfach unglaublich 🙂 Für mich war es definitiv eine Erfahrung. Ich kann nun für mich entscheiden, dass es nicht das Richtige für mich ist. Ich habe eine Menge Yogaposen vermisst, die ich so gerne machen und welche mir so gut tun. Diese würden beim „Original“ Birkram Yoga niemals vorkommen, weil sich die Sequenzen –wie schon gesagt- nie ändern. Und das finde ich schon etwas langweilig. Ich liebe Yogaklassen, welche sich immer einem andern Motto widmen und dementsprechend die Posen immer anders sind, wie Anusara Yoga zum Beispiel. Das macht so viel mehr Spaß. Aber so hat jeder seinen eigenen Geschmack 😉

Letztendlich bin ich auch nicht mit dem „guten Gefühl“ aus der Klasse gegangen, wie ich es sonst kenne. Yoga schafft es immer mich aufzuheitern. Nach einer Stunde fühle ich mich meistens, wie „alles ist möglich“. Nach 90 Minuten Hot Yoga allerdings war ich einfach nur erschöpft, müde und unbeschreiblich geschwitzt.

x Julia

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