Wie sinnvoll ist Stretching?

Die einen sagen, man solle es nach jedem Training tun. Andere behaupten, dass es auch vorm dem Training sinnvoll ist. Und dann gibt es diejenigen, die sagen, dass es gar nicht notwendig ist.

Ich habe schon lange aufgehört mich bei dem Thema Dehnen und Stretching  an anderen zu orientieren. Wie man es macht, macht es wahrscheinlich irgendwann eh wieder falsch. Zumindest bis eine neue Studie „Die Wahrheit“ ans Licht bringen soll.

Ich habe meine eigene Strategie entwickelt. Ich dehne mich eigentlich so gut wie nie vor dem Joggen. Für mich erscheint das nicht sinnvoll. Lieber laufe ich mich locker warm und starte dann etwas schneller durch.

Nach dem Training kommt es ganz selten vor, dass ich mich dehne. Es kommt ganz darauf an, wie ich mich fühle. Manchmal habe ich einfach Lust ein bisschen Stretching zu machen, aber dann habe ich auch das Gefühl es bringt mir nicht viel. Es ist egal, was andere sagen. Ich denke nicht, dass das Dehnen von irgendwelchen Muskelgruppen das Verletzungsrisiko verringert, noch dass es vor Muskelkater schützen soll.

Was ich allerdings mache, ist mich zu dehnen ohne dass es im Zusammenhang mit dem Training steht. Also an einem separaten Tag. Normalerweise gehe ich 2-3x in der  Woche laufen, mit jeweils einem oder zwei Tagen Laufpause dazwischen. Vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, dass am zweiten „Lauftag“ in der Woche das Laufen schwer fällt. Es gibt Tage an denen fühlt ihr euch federleicht und ihr schwebt praktisch über den Asphalt. Doch beim nächsten Mal fühlen sich eure Beine tonnenschwer an. Laufen fühlt dich mühselig und langsam an.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das Laufen leichter und schneller anfühlt, wenn ich mich regelmäßig, an den Tagen ohne Laufeinheiten, dehne. Besonders Yoga kann ein guter Ausgleich zum Laufen sein. Läufer neigen schnell zu verkürzten Sehnen in den Beinen. Ich bin ein solcher „Dehnkrüppel“ 😉 Mit geraden Beinen auf den Boden sitzen und die Zehenspitzen erreichen? Für mich fast undenkbar. Fast! Denn durch Yoga bin ich viel flexibler geworden. Nach einer Yoga-Stunde fühle ich mich immer viel graziöser und leichter, was sich dann am nächsten Tag beim Laufen positiv auswirkt.

Probiert es doch einfach mal aus. Ich habe euch ein paar YouTube Videos heraus gesucht (leider alle auf Englisch).

Das erste Video ist von Ether Ekhart. Ich finde sie erklärt die Posen sehr schön und gibt teilweise auch Negativbeispiele, wie ihr die Posen lieber nicht machen solltet. Was ich auch gut finde, sind die Abwandlungen der Übungen, falls ihr noch nicht so dehnbar seid oder andere Gründe habt, warum ihr die Übungen nicht ganz ausführen könnt.

Das zweite Video ist von Anjana Duff. Sie zeigt eine eine schöne und fließende Yoga-Sequenz für Läufer.

Wenn ihr generell schon immer mal Yoga ausprobieren wolltet, empfehle ich euch den YoutTube Channel von Tara Stiles. Sie macht nicht nur Videos mit Yoga-Sequenzen, sondern zeigt euch auch einfache und gesunde Rezepte. Hier gibt es auch eine tolle Serie für „Beginners“.

 

Mich würde wirklich interessieren, wie ihr das macht mit dem Stretching? Was sind eure Erfahrungen? Wenn ihr meinen Vorschlag (mit Yoga an eurem lauffreien Tag) annehmt, würde ich gerne wissen, wie ihr euch gefühlt habt am nächsten Tag beim Laufen. Hinterlasst einfach einen Kommentar. Ich freue mich über jeden.

Genießt noch das schöne Wochenende. Bis bald!

 

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