Wie man das Laufen (wieder) lieben lernt & ein Joggingoutfit, was gar nicht mal so teuer ist

Ich habe es eigentlich immer geliebt, das Laufen. Ich konnte es kaum erwarten meine Laufschuhe anzuziehen. Doch seit einiger Zeit mangelt es mir an Motivation überhaupt raus zu gehen. Hab ich mich dann mal in meine Laufschuhe gequält, überkommt mich beim Laufen schnell das Gefühl, dass das alles viel zu anstrengend ist und ich am liebsten auf der Stelle stehen bleiben möchte. Dabei habe ich doch dieses neue Accessoire; meine Sportuhr von Nike, welche per GPS meine zurückgelegten Kilometer und die Zeit festhält.

Am Ende kann ich im Internet meine Höhen und Tiefen während des Laufs, sowie meine Laufstrecke anschauen.  Ich bin also top ausgestattet. Woran liegt es also, dass ich grad so unmotiviert bin? Bei allen anderen Sachen bin ich doch zu 100% dabei, wie beim Gerätetraining im Fitnessstudio. Doch auch da kann ich mich nicht zu ausgiebigen Cardioeinheiten hinreißen lassen.

Im Winter noch trainierte ich für den Halbmarathon in Berlin. Ich war mind. 3x die Woche draußen und rannte eisern meine Runden. Ich sah auch wirklich Fortschritte. Ich wurde schneller. Das Laufen viel mir immer leichter. Doch dann kam der Tiefschlag. Ich habe mir das Bein angebrochen. Der Halbmarathon musste ohne mich stattfinden und ich machte ca. 3 Monate Pause.

Im Juni  ging ich wieder raus zum Laufen. Allerdings habe ich es seit dem nicht mal 2x die Woche raus geschafft. Ich bin schon froh, wenn ich es 1x in der Woche schaffe. Ein Zeitproblem ist es eigentlich nicht. Laufen kann man immer. Ich zum mindestens. Wie kann ich meine Liebe zum Laufen wiederfinden? Ich habe mir Gedanken gemacht, woran es liegen könnte, dass man sich beim Laufen nicht wohlfühlt. Meine Thesen:

1. Man läuft immer die gleiche Strecke. Nicht nur, dass das auf Dauer langweilig wird, man klammert sich auch an diese Strecke fest, weil man genau weiß, wann man wieder zu Hause sein wird. Alles ist einkalkuliert. Man kann sich nur motivieren, weil man weiß, dass die Hälfte geschafft ist, es nur noch 10 Minuten, nur noch 5 Minuten sind, nur noch die eine Straße. Besser ist es, sich eine neue Strecke zu suchen.  Dann gibt es so viel zu sehen und zu entdecken, dass man abgelenkt und gleichzeitig motivierter ist.

2. Man fühlt sich in seiner Haut nicht wohl bzw. in der Laufkleidung. Auch diese Phase hatte ich. 2010 kam ich aus einem 3monatigen Auslandsaufenthalt wieder. Ich hatte etwas zugenommen. Ich war immer schlank und war es eigentlich immer noch. Mich hat das bisschen Fett mehr auf meinen Hüften aber extrem gestört. Plötzlich fühlte ich mich in meinen engen Lauftights sehr unwohl. Doch Laufen zu gehen muss doch nicht an der falschen Kleidung scheitern. Dann zieht man eben keine enge Laufhose an oder macht es so wie ich und trägt ein etwas weiteres/längeres Oberteil. Ich fühlte mich besser und wohler in meiner Haut.

Manche haben vielleicht auch das Problem, dass sie sich wegen ihrer Kleidung schämen. Die Sportkleidung ist grau, ausgeleiert und alt. Eigentlich sind es schon längst ausrangierte Klamotten, die für den Alltag überhaupt nicht mehr taugen. Warum dann also für’s Laufen? Man sollte sich selbst beim Laufen wohlfühlen und kann am Anfang auch mal ein wenig investieren. Das motiviert und muss nicht teuer sein. Hier ein Beispiel:

Sport-BH 14,95€; Sporttop 9,95€; Joggingjacke 24,95€; Sporttights 19,95€ alles H&M

 

 3.Man nimmt sich zu viel vor. Man läuft zu schnell. Besonders Anfänger neigen dazu, sich zu überschätzen und Vollgas zu geben. Dabei kommt es doch gar nicht auf die Schnelligkeit an. Technik ist viel wichtiger und die Tatsache, dass man sich überhaupt bewegt.

Letzteres ist übrigens das Hauptproblem meinerseits. Ich habe die Zeiten von meinem Training für den Halbmarathon im Kopf. Also schaue ich ständig auf die Uhr und möchte am liebsten so schnell laufen wie damals. Eigentlich ist das völlig unmöglich nach einer längeren Pause. Kein Wunder, dass das Laufen anstrengend für mich ist und ich deswegen unmotiviert bin. Mir ist der Spaß verloren gegangen. Dabei möchte ich das Laufen wieder lieben lernen.

Mein Ziel ist es also, langsam zu starten. Ich werde –am besten heute noch- einen gemütlichen Dauerlauf hinlegen. Die Zeit und Strecke werden mir heute ganz egal sein. Ich werde einfach das schöne Wetter genießen, mit dem Gefühl etwas für mich zu tun.

Also dann mal rein in die Laufschuhe!

Ein Gedanke zu “Wie man das Laufen (wieder) lieben lernt & ein Joggingoutfit, was gar nicht mal so teuer ist

  1. Frank schreibt:

    Den Tipp mit der Variation der Laufstrecke kann ich nur unterschreiben. Wenn ich mehrmals hintereinander die selbe Strecke laufe, wird es schon etwas langweilig mit der Zeit. Ich habe hier auf dem Land zum Glück in alle Richtungen Möglichkeiten und kann für ein halbes dutzend Laufeinheiten auch jedesmal ein anderes Waldstück für meine Strecke finden. Selbst nach einigen Jahren entdeckt man immer wieder Neues und hat seine Lieblingsstrecken, auf die man sich schon vorher freut. Als ich noch im Ruhrgebiet gewohnt habe, bin ich einfach ein paar Kilometer mit dem Auto gefahren und habe mir so ein paar schöne Waldstrecken zusammengestellt, weil ich auch nicht immer um den gleichen See laufen wollte. Zusammen mit der Lieblingsmusik macht es dann richtig Spaß, beim Laufen die Natur zu genießen.

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